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Österreich fordert Nachschärfungen beim EU-Autopaket: Mehr Schutz für heimische Industrie

Wien – Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer hat bei einem Round Table mit der heimischen Automobil- und Zulieferindustrie klare Nachschärfungen am geplanten EU-Automotive-Package gefordert. Im Zentrum stehen dabei die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, echte Technologieoffenheit sowie ein stärkerer Schutz vor unfairer Konkurrenz, insbesondere aus China.
Made in Europe

© Foto: Photovoltaik4all.de

Technologieoffenheit und Investitionsschutz Hattmannsdorfer betonte, dass Klimaziele erreicht werden müssen, ohne einzelne Technologien politisch auszuschließen. Er fordert, dass erneuerbare Kraftstoffe (E-Fuels) der Elektromobilität gleichgestellt werden. Zudem brauche es bessere Finanzierungsmöglichkeiten und steuerliche Erleichterungen, um Investitionen in die europäische Batterieproduktion und neue Antriebe zu fördern und so die Abhängigkeit von globalen Lieferketten zu verringern.

Fairer Wettbewerb und „Made in Europe“ Ein weiterer zentraler Punkt ist der Schutz vor Dumpingpreisen und staatlichen Subventionen aus dem Ausland. Der Minister fordert konsequente Anti-Dumping-Instrumente auf EU-Ebene sowie klare „Made-in-Europe“-Vorgaben für zentrale Komponenten. „Europa darf bei der Transformation der Mobilität nicht in neue Abhängigkeiten geraten“, so Hattmannsdorfer.

Wirtschaftsfaktor Automobilindustrie Die Bedeutung des Sektors für Österreich ist enorm: Rund 900 Unternehmen mit über 190.000 Beschäftigten erwirtschaften eine Exportquote von 87 Prozent. Aktuelle Daten der Statistik Austria unterstreichen den Aufwärtstrend: Im ersten Quartal 2026 stieg die abgesetzte Produktion der Branche auf rund 4,43 Milliarden Euro, was einem Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

 

Mehr unter: https://www.bmwet.gv.at/Presse/AktuellePressemeldungen/eu-autopaket.html 

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